Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Aktionen Archiv Landesjugendausschuss 2008 stellt Weichen

Landesjugendausschuss 2008 stellt Weichen

Wesentliche Aufgabe des Landesjugendausschuss in diesem Jahr war es, die bereits im letzten Jahr diskutierte neue Jugendordnung zu verabschieden. Nach mehrstündigen Beratungen, wurde die neue Jugendordnung beschlossen. Sie wird vom Präsidium des Landesfischereis- verbands voraussichtlich im Juni genehmigt und tritt im Juli in Kraft.

 

Wichtige und zukunftsweisende Entscheidungen hat der Landesjugend-

Ausschuss der Bayerischen Fischerjugend bei seiner Jahrestagung in

Plattling am 8. und 9. März getroffen.

Wesentliche Aufgabe des Landesjugendausschuss in diesem Jahr war es, die bereits im letzten Jahr diskutierte neue Jugendordnung zu verabschieden. 2008_0308_212914.JPGNach mehrstündigen Beratungen, wurde die neue Jugendordnung beschlossen. Sie wird vom Präsidium des Landesfischereisverbands voraussichtlich im Juni genehmigt und tritt im Juli in Kraft.

Bei den anstehenden Neuwahlen schieden die bisherigen Mitglieder der Landesjugendleitung Bernd Reinbacher, Nicole Seitz und Berndt Matschewsky aus ihren Ämtern aus. Alle dreihatten darum gebeten, sie aus ihren Ämtern zu entlassen.

Landesjugendleiter Franz Xaver Gebert bedankte sich bei den ausscheidenden Mitgliedern der Landesjugendleitung, die sich zum Teil mehr als neun Jahre lang für den Dienst an derBayerischen Fischerjugend verpflichtet hatten.

2008_0308_150923.JPG

Unter der Leitung von Dietmar Franzke, Präsident des Fischereiverbands Niederbayern, konnten die turnusgemäßen Neuw

ahlen zügig durchgeführt werder. Neuer Jugendsportwart wurde Ulrich Müller ( Schwaben ). Neu ins Amt kamen die Beiräte Hans-Peter Donislreiter ( Unterfranken ) und Jennifer Henzold ( Mittelfranken ). Zu Revisoren wurden Franz Josef Schäfer, Dieter Tybussek und Bernd Reinbacher bestimmt.

Landesjugendleiter Franz Xaver Gebert konnte gemeinsam mit Günter Geffe das silberne und goldene Ehrenzeichen der Bayerischen Fischerjugend für hervorragende Verdienste in der Jugendarbeit überreichen. Das silberne Ehrenzeichen erhielt Manfred Lämmermann.
Das goldene Ehrenzeichen wurde verliehen an Dieter Hertel, Josef Schütz, Nicole Seitz und Berndt Matschewsky.

 

Mehr Bilder

 

Neue Landesjugendleitung

Am 8. März wurde die neue Landesjugendleitung für eine Amtsdauer von drei Jahren gewählt.

k-P3080007.JPG

Sie setzt sich jetzt wie folgt zusammen (von links):

Günter Geffe, Stellv.Landesjugendleiter
Ulrich Müller, Jugendsportwart
Hans-Peter Donislreiter, Beirat
Werner Kaltenecker, Jugendschatzmeister
Franz X. Gebert, Landesjugendleiter
Nikolaus Schöfmann, Beirat
Jennifer Henzold, Beirätin

 

Der Landesjugendausschuss hat bei seiner Tagung in Plattling die Jugend-Ordnung der Bayerischen Fischerjugend in weiten Teilen verändert.

Eine wesentliche Änderung ist, dass nunmehr eine geschäftsführende Landesjugendleitung eingerichtet wird, die aus dem Landesjugendleiter, seinem Stellvertreter und dem Jugendschatzmeister besteht. Es hatte sich in der Vergangenheit als Mangel herausgestellt, dass die siebenköpfige Landesjugendleitung aus zeitlichen Gründen nur ca. alle zwei Monate zusammen kommen kann. Die künftige geschäftsführende Landesjugendleitung soll nunmehr die Entscheidungen der Landesjugendleitung vorbereiten und einfachere Aufgaben selbstständig erledigen.Neu eingeführt wird auch ein so genannter Koordinationsausschuss. Dieser Ausschuss soll die Arbeit von Landes- und Bezirksjugendleitungen stärker koordinieren. Bereits seit 1989 treffen sich Landes- und Bezirksjugendleitungen regelmäßig, um verschiedene Aufgaben gemeinsam zu bearbeiten und zu beraten. Künftig wird der Koordinationsausschuss jedoch auch konkrete Aufgaben erhalten. Insbesondere soll er am Seminarprogramm mitarbeiten und dieses auch beschließen.
Bisher war in der Jugendordnung der Bayerischen Fischerjugend auch ein ausführlicher Passus über die Jugendordnung in den Fischereivereinen enthalten. Künftig wird es eine gesonderte Vereinsjugendordnung geben, die der Landesjugendausschuss ebenfalls beschlossen hat.
In der Landesjugendordnung wird lediglich noch folgender Passus enthalten sein:
„Fischereivereine im Landesfischereiverband Bayern e.V., die Maßnahmen der Jugendarbeit durchführen, sollen eine Vereinsjugendordnung erlassen. Der Landesjugendausschuss beschließt hierzu im Einvernehmen mit dem Präsidium des Landesfischereiverbandes Bayerneine Musterjugendordnung.“
Der Landesjugendausschuss hat daher auch gleich die entsprechende neue Musterjugend-ordnung für Fischereivereine beschlossen. Ziel war es dabei, die bisherige Musterjugendordnung zu vereinfachen und verschiedene Verbesserungen durchzuführen.
Eine wesentliche Änderung wird künftig sein, dass grundsätzlich alle jungen Menschen bis zum vollendeten 27. Lebensjahr der Vereinsjugend angehören können. Damit soll nicht in das Mitgliedsrecht der Fischereivereine eingegriffen werden, sondern vielmehr soll den Fischereivereinen grundsätzlich die Möglichkeit gegeben werden, auch spezielle Angebote für junge Erwachsene im Verein anzubieten. Diese Möglichkeit wird sicherlich nur von wenigen Fischereivereinen künftig genutzt werden. Jedoch war es Ziel des Landesjugendausschusses, die gesetzliche Altersgrenze für Jugendarbeit, die in Deutschland bei 27 Jahren liegt, auch bei der Fischerjugend einzuführen.
In der Musterjugendordnung werden künftig auch die Aufgaben der Vereinsjugendleitung und der Vereinsjugendversammlung genauer festgelegt. Es wird zudem geregelt, ab welchem Alter Kinder und Jugendliche ein Wahlrecht bei der Wahl des Jugendsprechers und des Jugendleiters haben werden. Die neue Vereinsjugendordnung ist insgesamt leichter lesbar und klarer verständlich. Sie soll nun ebenfalls vom Präsidium des Landesfischereiverbandes im Juni in Kraft gesetzt werden und wird dann allen Vereinsjugendleitern übermittelt.

Der Landesjugendausschuss beschäftigte sich auch mit dem Thema „Prävention sexueller Gewalt in der Kinder- und Jugendarbeit“.

Hierzu war Stefan Ehrlich, Diplomsozialpädagoge und nebenamtlicher Mitarbeiter beim Projekt Prätect des Bayerischen Jugendrings von der Landesjugendleitung als Referent eingeladen worden. Der Bayerische Jugendring beschäftigt sich in diesem Projekt schon seit längerem mit der Frage, wie Kinder und Jugendliche vor sexuellen Übergriffen gerade auch in Einrichtungen der Jugendarbeit geschützt werden können. Stefan Ehrlich erläuterte, dass das freiwillige Engagement von Jugendleitern und ehrenamtlichen Mitarbeitern für die Kinder- und Jugendarbeit äußert wertvoll und unverzichtbar ist. Diese Art der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erleichtert aEhrlich.jpgber gleichzeitig den Zugang für potenzielle Täter und Täterinnen, die unter Umständen sexuelle Gewalt gegenüber Jugendlichen und Kindern ausüben können. Sexuelle Gewalt kommt in zum Teil erschreckender Häufigkeit vor und geschieht meist im sozialen Nahraum der Betroffenen (Familie, Verwandte dtc.).
Für die Jugendarbeit stellt sich das Problem so dar, dass sexuelle Gewalt zumeist kein zufälliges Geschehen, sondern Ergebnis einer langfristigen Planung des Täters ist. Der Täter sucht zielgerichtet den Kontakt zu potenziellen Opfern und wendet spezielle Vorgehensweisen an, um nicht entdeckt zu werden. Hierdurch ist auch die Jugendarbeit gefährdet.
Für die Jugendarbeit in den Jugendverbänden ist es daher erforderlich, sich vor solchen Tätern zu schützen. Ziel muss es dabei sein, Mädchen und Jungen vor Übergriffen innerhalb des Jugendverbandes zu schützen und potenzielle Täter/innen von vornherein abzuschrecken. Dies setzt voraus, dass innerhalb des Jugendverbands eine Bereitschaft zur kontinuierlichen Auseinandersetzung besteht. Das Projekt Prätect des Bayerischen Jugendrings bietet hierzu die entsprechenden Angebote durch Beratung und Förderprogramme an.
Stefan Ehrlich schlug vor, dass es entsprechend dem Projekt Prätect sinnvoll ist, dass in jedem Jugendverband eine Vertrauensperson als Ansprechpartner für den Problemkreis vorhanden ist. Diese Person könnte auch von außerhalb des jeweiligen Verbands kommen. Bereits die Auswahl einer solchen Vertrauensperson würde nach außen ein klares Signal bedeuten und eventuelle Täter mit dem Thema abschrecken. Die Ausbildung einer solchen Person kann das Projekt Prätect übernehmen.
Der Landesjugendausschuss war sich einig, dass die Landesjugendleitung in diesem Bereich weiter arbeiten soll. Es sollte hier in jedem Fall vorgebeugt werden, dass Kinder und Jugendliche in unserem Verband zu Schaden kommen. Die Landesjugendleitung wird sich daher in der nächsten Zeit mit der Frage beschäftigen, wie hier weiter gearbeitet werden kann.

 

Richard Kreutzer


Grundlagenseminar neu konzipiert – jetzt mit Zertifikat


Das „Grundlagenseminar Jugendarbeit“ der Landesjugendleitung, wichtigster Baustein in der Ausbildung unserer Jugendleiter. wurde überarbeitet und aktualisiert. Es erfüllt nun die geänderten Vorgaben des Bayerischen Jugendrings zum Erhalt der Jugendleitercard (Juleica) und besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Teilen, die im Abstand von sechs Wochen durchgeführt werden.
Schorsch und Chris (1).JPGDie erste Seminarreihe war mit 20 Teilnehmern sehr gut belegt und wir konnten am Sonntag, den 6. April nach Abschluss des zweiten Teiles an 17 Jugendleiter die Zertifikate ausgeben.
Die Themenbereiche werden in einem Beiblatt zum Zertifikat aufgelistet und belegen somit die Kenntnisse, die die Jugendleiter erworben haben. Als Gastreferent für dieses Grundlagenseminar konnte Josef Schütz gewonnen werden, der über die Gefahren durch Tiere und Pflanzen am Gewässer informierte.
Die Themen Catch & Release, Setzkescher und andere Fragen wurden zudem auf Wunsch der Teilnehmer angesprochen und diskutiert.

Inhaltlich wurde das Grundlagenseminar um folgende wichtige Themenbereiche ergänzt:

1. Prävention sexueller Gewalt: Es wurde auf Erkennungsmerkmale und geeignete Ver-haltensweisen im Verdachtsfall hingewiesen und aufgeklärt. Wir planen, ein oder zwei Mitglieder der Landesjugendleitung noch in diesem Jahr als Ansprechpartner für die Bezirke und Vereinsjugendleiter zu benennen, bei denen sich Jugendleiter in der Vorgehensweise, bei Verdachtsfällen Rat und Hilfe holen können.
2. Lebenssituation und Entwicklungsstufen Jugendlicher
3. Theorie Gruppenstunde: In der theoretischen Vorbereitung werden die Voraussetzungen
zur Gestaltung einer Gruppenstunde gemeinsam erarbeitet und besprochen.
4. Praxis Gruppenstunde: Der praktische Teil wurde erweitert. Die Durchführung und Planung
einer Gruppenstunde durch die Teilnehmer steht hier im Vordergrund. Es sollen entsprech-ende Projekte erarbeitet und auch präsentiert werden. Als Anleitung zur Vorbereitung und Planung sind die Broschüren des Jugendleiterhandbuches vorgegeben.
5. Lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort: Hier ist der Nachweis über die Ausbildung
zu erbringen durch Vorlage des Führerscheins oder durch die Teilnahme na unserem Seminar „Wasserrettung – Erste Hilfe“.

Günter Geffe

Artikelaktionen
« Februar 2012 »
Februar
MoDiMiDoFrSaSo
12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829