Fachforum 2011


Fachforum Jugendleiter
Das vor drei Jahren neu ins Seminarprogramm der Landesjugendleitung aufgenommene Tagesseminar ist mittlerweile eine feste Größe im jährlichen Veranstaltungsprogramm der Bayerischen Fischerjugend geworden und findet immer Ende Januar statt.
Die teilnehmenden Jugendleiter schlagen zum Abschluss der Veranstaltung Themen für das nächste Fachforum im darauffolgenden Jahr vor und gestalten dadurch das Seminar praktisch selbst mit.
Zum diesjährigen Fachforum am 23.Januar in Beilngries konnte Landesjugendleiter Günter Geffe 25 Teilnehmer und 5 Referenten begrüßen.
Als erster Referent berichtete Johannes Schnell (Referat Arten- und Gewässerschutz beim Landesfischereiverband Bayern e.V.) über die Schwarzmeergrundeln und deren Bedrohung für die heimischen Fischarten.
Anscha
ulich stellte Johannes Schnell den Teilnehmern dar, wie weit sich die Grundeln inzwischen verbreitet haben, welche Lebensbedingungen die Verbreitung begünstigen und über welche Wege sie zu uns kamen, z.B. durch künstliche Verbindungen vormals getrennter Gewässer, durch den Schiffsverkehr, durch Aussetzen oder durch Wasservögel.
Zurzeit gibt es kein bewährtes Mittel um den Bestand der Schwarzmeergrundeln zu reduzieren und ihre Ausbreitung zu verhindern. Neben der Aufklärungsarbeit gibt es fischereiliche Vorsorgemaßnahmen, die beachtet werden sollten. Wasserfahrzeuge, Fanggeräte und Behälter, die in Kontakt mit Grundel-Gewässern standen, vor der Verlegung an andere Gewässer gründlich reinigen! Niemals Grundeln als Köderfisch o.ä. lebendig an andere Gewässer mitnehmen!
Roland C. Müller, Online Manager, beleuchtete anschließend die sozialen Netzwerke und die
verschiedenen Möglichkeiten im Web 2.0. Das zurzeit bekannteste Onlinenetzwerk Facebook wurde sehr ausführlich dargestellt, die Anwendungen anhand von Beispielen aufgezeigt. Über eine direkte Internetverbindung konnten die Teilnehmer die Nutzung über eine Beamerprojektion verfolgen. Vor- und Nachteile wurden abschließend diskutiert.
Nach dem Mittagessen konnte Katharina Ohngemach (Fachreferentin beim
Jugendverband DJO - Deutsche Jugend in Europa) den Teilnehmern die Probleme und Lebensweisen der sogenannten russlanddeutschen Jugend näherbringen und die daraus erkennbaren Chancen für die Fischerjugend bei den Teilnehmern wecken.
Die Landesjugendleitung wird zu diesem Themenbereich im Oktober ein Tagesseminar mit Frau Ohngemach anbieten.
Als nächste Referentin sensibilisierte Michaela Hillebrand (Referat Prätect des Bayerischen
Jugendrings) die Anwesenden beim Thema Prävention vor sexualisierter Gewalt in der Jugendarbeit. Der Beirat der Landesjugendleitung Niki Schöfmann (Vertrauensmann der Bayerischen Fischerjugend) stellte sich im Rahmen des Vortrags vor und sowohl Michaela Hillebrand, als auch Niki Schöfmann berichteten aus ihren bisherigen Aufgabengebieten (siehe Bericht auf dieser Seite).
Fachreferent Franz Xaver Gebert hielt anschließend einen Lichtbildervortrag über heimische
Krebse (Edel- und Signalkrebse) und deren Lebensweise, Verbreitung, Gefährdungen und Wiederansiedlungsmöglichkeiten. Nach seinen Ausführungen beantwortete Franz Gebert noch zahlreiche Fragen.
Es entwickelte sich nach jedem der ausgezeichneten Referate eine lebhafte Diskussion, bei der viele Fragen der Teilnehmer zufriedenstellend beantwortet werden konnten.
Erst spät um 17:30 Uhr verabschiedete Landesjugendleiter Günter Geffe die Teilnehmer, wünschte eine gute Heimfahrt und viel Petri Heil für das kommende Jahr 2011. Alle Anwesenden waren sich einig, dass die ausgewählten Themen dieses Fachforums hoch interessant und wichtig für die Jugendarbeit waren und wertvolle Erkenntnisse gewonnen wurden. Auch im nächsten Jahr wird wieder eine derartige Veranstaltung von der LJL angeboten.
Besonderer Dank gilt natürlich den Referenten für die ausgezeichnete Ausarbeitung ihrer Vorträge.
Zum Abschluss nutzte Günter Geffe das Jugendleiterforum als angemessenen Rahmen, um seinem Vorgänger Franz X. Gebert einen Glasteller der Bayerischen Fischerjugend zu überreichen, das offizielle Abschiedsgeschenk für ausgeschiedene Mitglieder der Landesjugendleitung.
Bericht: Peter Möhrle

